Seit 2022 haben Lohnsteuerhilfevereine zum größten Teil Beratungsbefugnis bei Photovoltaikanlagen.
Ab 01.09.2026 erweiterte Beratungsbefugnis durch Wegfall der Einnahmegrenzen von 18.000/36.000 € bei Vermietung und Verpachtung oder Kapitaleinkünften.
Als Mitglied unseres Vereins erhalten Sie ganzjährig folgende Leistungen, wobei die Mitgliedschaft nur zur Zahlung des jährlich einmaligen Mitgliedsbeitrages verpflichtet. Der Mitgliedsbeitrag ist sozial nach unten gestaffelt. Das heißt, wer weniger verdient, zahlt weniger. Es entstehen neben dem Mitgliedsbeitrag keine zusätzlichen Kosten, wie z.B. ein gesondertes Beratungshonorar.
Rechtsgrundlage unseres Beratungsumfanges ist § 4 Steuerberatungsgesetz (StBerG).
Wen dürfen Lohnsteuerhilfevereine beraten?
Lohnsteuerhilfevereine dürfen Mitglieder des Vereins beraten, bei
- Einkünften aus nichtselbständiger Arbeit (Lohn, Gehalt)
- Renteneinnahmen und betrieblichen Altersvorsorgerenten, wie Pensionsfond, Pensionskassen, Direktversicherungen und Riesterrenten
- Einkünften aus Unterhaltsleistungen (vom geschiedenen oder dauernd getrenntlebenden Ehegatten)
- Einkünften aus Vermietung und Verpachtung,
- Einkünften aus Kapitalvermögen
- anderen sonstigen Einkünften, beispielsweise aus gelegentlicher Vermittlung,
- privaten Veräußerungsgeschäften
Steuerpflichtige mit Gewinneinkünften, d.h. Einkünften aus Land- und Forstwirtschaft, Gewerbebetrieb oder aus selbständiger Tätigkeit dürfen nicht von Lohnsteuerhilfevereinen beraten werden, gleiches gilt bei Vorliegen von umsatzsteuerpflichtigen Umsätzen. Eine Ausnahme bei den Gewinneinkünften besteht, wenn diese nach § 3 Nr. 12, 26, 26a, 26b oder 72 Einkommensteuergesetzes in voller Höhe steuerfrei sind. Das betrifft bspw. die Übungsleiterpauschale oder steuerfreie Entschädigungen für kommunale Abgeordnete.
Nach dem Neunten Gesetz zur Änderung von Vorschriften im Steuerberatungsrecht sowie im Steuerrecht vom 29.06.2026 (BGBl 2026, Teil I, Nr. 197) beschreibt § 4 Steuerberatungsgesetz (StBerG) den Umfang der Beratungsbefugnis wie folgt:
Lohnsteuerhilfevereine
(1) Lohnsteuerhilfevereine sind vorbehaltlich des Absatzes 3 befugt, ihren Mitgliedern geschäftsmäßig Hilfe in Steuersachen zu leisten, wenn die Mitglieder Einkünfte erzielen aus nichtselbständiger Arbeit,
wiederkehrenden Bezügen nach § 22 Nummer 1 des Einkommensteuergesetzes,
Unterhaltsleistungen nach § 22 Nummer 1a des Einkommensteuergesetzes oder
Leistungen nach § 22 Nummer 5 des Einkommensteuergesetzes.
(2) Lohnsteuerhilfevereine sind zudem vorbehaltlich des Absatzes 3 zur geschäftsmäßigen Hilfeleistung in Steuersachen befugt, wenn das Mitglied neben den in Absatz 1 genannten Einkunftsarten weitere Einkünfte erzielt und diese im Veranlagungsverfahren zu erklären sind oder auf Grund eines Antrags der steuerpflichtigen Person erklärt werden.
(3) Lohnsteuerhilfevereine sind nicht zur geschäftsmäßigen Hilfeleistung in Steuersachen befugt, wenn das Mitglied Einkünfte aus Land- und Forstwirtschaft, aus Gewerbebetrieb oder aus selbständiger Arbeit erzielt oder umsatzsteuerpflichtige Umsätze ausführt. Satz 1 gilt nicht, wenn die den Einkünften zugrundeliegenden Einnahmen nach § 3 Nummer 12, 26, 26a, 26b oder 72 des Einkommensteuergesetzes in voller Höhe steuerfrei sind.
(4) Die Befugnis von Lohnsteuerhilfevereinen ist auf die Hilfeleistung bei der Einkommensteuer und ihren Zuschlagsteuern beschränkt. Abweichend davon besteht in den Fällen des Absatzes 1 auch die Befugnis zur Hilfeleistungbei Arbeitgeberaufgaben, die mit Kinderbetreuungskosten im Sinne des § 10 Absatz 1 Nummer 5 des Einkommensteuergesetzes zusammenhängen,
bei Arbeitgeberaufgaben, die mit haushaltsnahen Beschäftigungsverhältnissen im Sinne des § 35a des Einkommensteuergesetzes zusammenhängen,
beim Familienleistungsausgleich im Sinne des Einkommensteuergesetzes und
bei sonstigen Zulagen und Prämien, auf die die Vorschriften der Abgabenordnung anzuwenden sind.
Mitglieder, die arbeitslos geworden sind, dürfen weiterhin beraten werden (§ 4 StBerG).
Unsere Steuerhilfe umfasst deshalb auch
- das Ausfertigen sämtlicher Formulare im Zusammenhang mit der Steuererklärung
- jeglichen Kontakt und Schriftverkehr mit dem Finanzamt und ggfs. anderen Behörden
- das Prüfen von Steuerbescheiden
- das Erstellen einer steuerlichen Ergebnisberechnung
- Steuerliche Vorausplanungen und Gestaltungsmöglichkeiten
- Anträge auf Gewährung von Kindergeld, prüfen von Schreiben/Bescheiden der Familienkassen
- Beratung zur Wahl der Steuerklasse
- Beantragen von Freibeträgen für den Lohnsteuerabzug
- Steuerliche Beratung zur Altersvorsorge und zum Alterseinkünftegesetz (Riester- Rürup-Versicherungen, Besteuerung von Renten incl. Betriebsrenten, Pensionen)
- Beratungsleistungen zu weiteren Themen wie Wohnungsbauprämie, Arbeitnehmersparzulage
Soweit notwendig,
legen wir Einsprüche gegen Steuerbescheide ein, um Ihre Interessen zu wahren. *
*Sonderregelung gem. § 7 Abs. 7 der Satzung des Vereines bei Klagen vor dem Finanzgericht
Natürlich dürfen Sie sich an Ihre Beratungsstellen bei weiteren Fragen auch mehrmals wenden. Alle Leistungen sind mit dem jährlich einmaligen Mitgliedsbeitrag abgegolten.
Bitte empfehlen Sie uns in Ihrem Freundes- und Bekanntenkreis.
